WAS TUN WIR?                        

Welche Arten der Personensuche gibt es?

 

FlÄchensuche

Die Flächensuche mit dem Hund ist schneller und effektiver als beispielsweise mit einer Suchmannschaft. In einem Vergleichstest benötigen 50 Personen zum Durchkämmen eines unwegsamen Geländes 82 Minuten  dagegen 8 Rettungshundeteams nur 16 Minuten.
Bei der Suche nach vermissten Personen im Wald wird der Hund von seinem Hundeführer zum Stöbern durch den Suchabschnitt geschickt. Die Hunde benötigen kein Kleidungsstück zum „schnüffeln“, sondern sie reagieren auf jede menschliche Witterung im Suchgebiet.
Die Hunde laufen ohne Leine und Halsband, sind aber durch Kenndecke, Glocke und Licht selbst nachts leicht zu erkennen. Die Suchtaktik wird durch folgende Faktoren bestimmt: Windverhältnisse, Geländebeschaffenheit, Zeit.

Vorteile beim Einsatz von Rettungshunden:

  • Die Suchgeschwindigkeit der freilaufenden und sehr selbstständig arbeitenden Hunde spart viel Zeit gegenüber einer menschlichen Suchkette. Der Lebensgefahr Nr. 1 „Unterkühlung“ kann so wirkungsvoll begegnet werden.

  • Die Suche muss wegen Dunkelheit nicht abgebrochen werden. Rettungshunde arbeiten im Dunkeln unbeirrt weiter.

  • Der Einsatz der RHS ist für alle Betroffenen kostenfrei und wird von uns aus Eigenmitteln und Spenden finanziert

 

 

MANTRAIL (Die Personenspürhunde)

 

Das Mantrailing ist eine andere Art des Rettungshundewesens.
Im Gegensatz zur Flächensuche durchkämmt der Personenspürhund nicht unbekannte Gebiete in denen er nach frischen Partikeln sucht, sondern folgt dem Individualgeruch eines ganz bestimmten Menschen.

 

Die Suche beginnt an dem letzten bekannten Aufenthaltsort der vermissten Person.
Dem Personenspürhund wird am Ausgangspunkt ein Gegenstand angeboten, der der vermissten Person sicher zugeordnet werden kann.
Das kann ein getragenes Kleidungsstück, Autoschlüssel, Zahn- oder Haarbürste etc. sein. Der Spürhund „scannt“ nun diesen speziellen, für jede Person einmaligen Geruch und verfolgt ihn; filtert ihn unter allen anderen Gerüchen heraus. Er arbeitet genauso im ruhigen Wald wie über stark befahrene Straßen, durch Gassen, über Marktplätze, große Menschenansammlungen, in Gebäuden, bei Wind und Wetter, bei Tag und Nacht.

Die Ausbildung eines Mantrailers ist sehr umfangreich und daher extrem zeitintensiv. Deshalb gibt es sehr wenige ausgebildete Personenspürhunde, die im Ernstfall eingesetzt werden können.

Typische Einsätze sind beispielsweise die Suche nach Demenzkranken, die aus dem Altersheim weggegangen sind.

 

 

Trümmersuche

Nasen schlagen Technik…

Die Einsatzlage bei der Suche nach verschütteten Personen kann höchst unterschiedlich sein, wie z.B.:

  • eingestürzte Gebäude durch Gasexplosion oder Baufälligkeit

  • Unglücke im Tunnel oder Stollen

  • Erdbeben oder Erdrutsche

  • Zug- oder Flugzeugunglücke Die Hunde werden dabei zur selbständigen Suche in die Trümmerlagen geschickt.

  • Rettungshunde lernen ein Gebäude möglichst selbständig abzusuchen.

  • Über Feuerwehrdrehleitern werden sie eingebracht oder über eine Entfernung hinweg exakt zum Suchabschnitt gelenkt. Die Hundeführer müssen so die zertrümmerten Bereiche nicht betreten. Andere Einsatzkräfte vor Ort stören die Suche der Hunde nicht.

  • Akustisch arbeitende Sonden machen absolute Ruhe am Einsatzort erforderlich und kommen darum bei Großschäden nicht zum Einsatz. Thermische Sonden sind nur sinnvoll, wenn es keine Brandherde gibt und die vermisste Person nicht durch z. B. Beton abgeschirmt wird.

Rettungshunde können dagegen ihre Nase überall und zur jeder Zeit einsetzen!

 

 

 

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