Mantrailing

 

Noch während der Junghundeausbildung entscheidet sich nach Neigung und Veranlagung des Hundes ob dieser weiterhin als Flächensuchhund oder als Mantrailer ausgebildet wird. Selbstverständlich werden auch die Interessen und Vorlieben des Hundeführers berücksichtigt. Jedoch hier muss eine generelle Trennung vorgenommen werden, da die Ausbildungsmethoden generell sich voneinander unterscheiden.

 

Der Begriff  Mantrailing (übersetzt: man = Mensch und trail = Spur) 

 

stammt aus dem Amerikanischen und steht für die Suche nach einer bestimmten Personen anhand ihres individuellen Geruchs. Der Individualgeruch ist vergleichbar mit dem Fingerabdruck eines Menschen und somit einzigartig. Von Bakterien zersetzte, abgestorbene Hautzellen in Verbindung mit Hautausscheidungen sind verantwortlich für den Individualgeruch. 

Ein Mensch verfügt über zwei Billionen Hautzellen, wovon er täglich etwa 40.000 verliert. Diese Hautpartikel werden vom sich bewegenden Menschen verwirbelt und verstreut. Aufgrund der Körpertemperatur, die deutlich höher ist, als die Lufttemperatur, steigen diese Hautpartikel in die Höhe auf und lagern sich langsam auf die Erde ab. Durch das Einwirken von Bakterien auf die menschlichen Zellen entsteht der Geruch, dem der Hund folgt. Mit Hilfe eines Geruchsträgers (z.B. Kleidung, Taschentuch, Schlüssel, usw.) nimmt der Hund die Geruchsspur der vermissten Person auf. Ein gut ausgebildeter Hund (Mantrailer) kann auch nach Stunden und Tagen sogar Wochen diesen Individualgeruch noch aufnehmen, verfolgen und den Vermissten finden.

Ausbildung Mantrailer

Die Ausbildung für Personensuchhunde-Teams (Mantrailer) dauert ca. 2 Jahre. Anders als beim Flächensuchhund ist hier keine Begleithundeprüfung gefordert, da der Mantrailer anders arbeitet. Der Mantailer-Hund wird während seiner Sucharbeit an der Leine geführt; der Mantrailer-Hund zeigt seinem Hundeführer den Verlauf der Spur und der Hundeführer folgt. Eine "Freigang" kommt nur in den seltensten Fällen vor.

 

Gehorsam

Der Mantrailer-Hund sollte trotzdem gut im Gehorsam stehen. Das ist uns wichtig, damit auch bei unserer präventiven Arbeit mit den Menschen, denen wir helfend zur Seite stehen, unsere Hunde in der Lage sein können, den Menschen das von uns gewünschte Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Den Grundgehorsam lernen unsere Hunde daher im Junghundealter und wird im täglichen privat vertieft und wöchentlich auf dem Hundeplatz wiederholt. Um dies zu überprüfen, hat jedes Hundeteam jährlich eine Eignungsprüfung vereinsintern abzulegen.

 

 

 

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